Alkoholkonsum während der Coronakrise

Wird während der Coronakrise mehr Alkohol getrunken als sonst? Verschiedene Medien berichteten in den vergangenen Wochen über dieses Thema. So schrieb der TagesAnzeiger am 3. April 2020: «Am Abend ein Glas Wein. Oder auch mal eins mehr, um etwas Abstand zu gewinnen und besser schlafen zu können; vielleicht auch mal etwas früher als sonst: Der Ausnahmezustand des Lockdown ist in Sachen Alkohol verführerisch, da die meisten von uns in der Nähe ihres Kühlschranks, ihrer Hausbar und ihres Weinkellers arbeiten.»

Fakt ist: Die Alkoholverkäufe im Detailhandel sind deutlich gestiegen. Seit Corona wird zu Hause also mehr Alkohol getrunken als vorher. Der Konsum im Ausgang oder im Restaurant fällt dagegen weg. Einzelne Suchtfachleute warnen aber auch vor einer Zunahme von Süchtigen, bedingt durch die soziale Isolation und Langeweile.

Je nach persönlicher Situation birgt die Coronakrise sicherlich die Gefahr, mehr Alkohol oder andere Suchtmittel zu konsumieren als üblich. Für diejenigen jedoch, die bisher hauptsächlich auswärts Alkohol getrunken haben, kann die aktuelle Situation auch eine Chance sein, den eigenen Konsum zu überdenken und zu reduzieren - oder zumindest eine zeitlang auf Alkohol zu verzichten.

Doch ab wann wird der eigene Alkoholkonsum kritisch? Und wo gibt es weitere Informationen und Unterstützung?

Sucht Schweiz bietet Informationen für Betroffene zu Themen wie «Was ist ein risikoarmer Alkoholkonsum?» oder «Wie kann ich meinen Konsum verändern?» sowie Informationen für Angehörige und nahestehende Personen:

Das Beratungszentrum Berner Gesundheit bietet zusätzlich einen Selbsttest an, um den eigenen Umgang mit Alkohol besser einschätzen zu können:

Unterstützung und Beratung finden Suchtbetroffene und ihre Angehörigen bei den regionalen Suchtberatungsstellen sowie bei weiteren Organisationen wie dem Blauen Kreuz.

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