Bei Kindern im Grundschulalter zeigt sich weiterhin eine positive Entwicklung: Laut dem aktuellen BMI-Monitoring von Gesundheitsförderung Schweiz ist der Anteil übergewichtiger und adipöser Schulkinder in den vergangenen 20 Jahren deutlich gesunken. Gleichzeitig bleiben soziale Unterschiede weiterhin ausgeprägt.
20 Jahre BMI-Monitoring
Gesundheitsförderung Schweiz hat 2026 die Jubiläumsausgabe des BMI-Monitorings veröffentlicht. Seit dem Schuljahr 2005/06 analysiert sie gemeinsam mit den schulärztlichen Diensten der Städte Bern und Zürich sowie des Kantons Basel-Stadt die Gewichtsdaten von Schulkindern. Die aktuellen Ergebnisse beziehen sich auf das Schuljahr 2024/25. Heute gilt das BMI-Monitoring als die längste kontinuierliche Datensammlung zu Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in der Schweiz.
Die Daten aus Basel, Bern und Zürich zeigen eine insgesamt positive Entwicklung: Während im Schuljahr 2005/06 noch rund 20 Prozent der untersuchten Kinder und Jugendlichen übergewichtig oder adipös waren, liegt der Anteil im Schuljahr 2024/25 bei 15,5 Prozent – dem tiefsten Wert seit Beginn der Erhebungen. Dennoch bleibt Übergewicht ein relevantes Thema: Noch immer ist jede sechste Schülerin beziehungsweise jeder sechste Schüler betroffen, jede beziehungsweise jeder 25. von Adipositas.
Prävention zeigt Wirkung
Auch frühere vergleichende BMI-Monitorings mit Daten aus mehreren Kantonen und Städten zeigten insbesondere auf der Grundstufe eine positive Entwicklung. Im Vergleich zwischen 2010 und 2025 sank der Anteil übergewichtiger Kinder auf der Grundstufe von 15,8 Prozent auf 11,1 Prozent. Damit zeigt sich, dass Gesundheitsförderung und Prävention langfristig Wirkung entfalten können.
Gesundheitsförderung Schweiz führt die positive Entwicklung unter anderem auf langfristige Massnahmen in Gesundheitsförderung und Prävention zurück – beispielsweise auf ausgewogene Verpflegungsangebote im Schulumfeld oder bewegungsfördernde Angebote in Gemeinden und Schulen. Gleichzeitig hätten sich auch gesellschaftliche Entwicklungen im Ernährungs- und Bewegungsverhalten auf die Zahlen ausgewirkt.
Auch der Kanton St.Gallen engagiert sich mit verschiedenen Angeboten für die Förderung eines gesunden Aufwachsens. Dazu gehören Projekte wie «Purzelbaum» in Spielgruppen, Kindertagesstätten und Kindergärten sowie Weiterbildungsangebote wie «Gesunde Schule». Sie stärken Bewegung und eine ausgewogene Ernährung im Alltag von Kindern und leisten damit einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Übergewicht und zur gesunden Entwicklung.
Soziale Unterschiede bleiben bestehen
Die aktuellen Analysen aus dem Schuljahr 2024/25 machen jedoch auch deutlich: Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind deutlich häufiger von Übergewicht oder Adipositas betroffen als Kinder aus privilegierteren Verhältnissen. Auch Unterschiede zwischen Quartieren bleiben sichtbar. Unterschiede nach Staatsangehörigkeit haben sich im Verlauf der vergangenen 20 Jahre hingegen verringert.
Die Ergebnisse verdeutlichen: Frühzeitige Förderung, gezielte Präventionsarbeit und Chancengerechtigkeit bleiben zentrale Aufgaben. Ohne kontinuierliche Gesundheitsförderung besteht zudem das Risiko, dass erzielte Fortschritte langfristig nicht gesichert werden können.
Neue Ergebnisse online verfügbar
Neu stehen die Ergebnisse des BMI-Monitorings auch in einem interaktiven Online-Dashboard zur Verfügung. Dieses soll künftig jährlich mit den neuesten Resultaten aktualisiert werden.
(Bildquelle: Gesundheitsförderung Schweiz)
Weitere Informationen finden Sie bei Gesundheitsförderung Schweiz: